Zum Inhalt springen
0

Dein Warenkorb ist leer

Weiter einkaufen
Du liest: Babybett, Beistellbett oder Elternbett – der richtige Schlafort für euer Baby
Kinderschlaf

Babybett, Beistellbett oder Elternbett – der richtige Schlafort für euer Baby

Babybett, Beistellbett oder Elternbett – der richtige Schlafort für euer Baby
😴 Kinderschlaf

„Soll unser Baby bei uns schlafen oder im eigenen Zimmer?" – Kaum eine Frage beschäftigt frischgebackene Eltern so sehr. Und kaum eine Frage wird von Freunden, Familie und Internet mit so vielen widersprüchlichen Meinungen beantwortet.

Die aktuelle Empfehlung von DGSM und BZgA ist klar: In den ersten 6–12 Lebensmonaten schläft das Baby im Elternzimmer – aber in einem eigenen Schlafbereich. Das Schlafen im Elternzimmer reduziert das SIDS-Risiko messbar. Das Schlafen im Elternbett selbst erhöht es – zumindest unter bestimmten Umständen.

Die 5 Schlafoptionen im Überblick

Option 1

Beistellbett

Ein Beistellbett wird seitlich ans Elternbett befestigt – Baby und Eltern sind in unmittelbarer Reichweite, aber in getrennten Schlafbereichen. Nähe zu Mama und Papa, nächtliches Stillen ohne Aufstehen, sicherer eigener Schlafbereich. Entspricht den SIDS-Präventionsempfehlungen.

Ideal Besonders in den ersten 6 Monaten
Option 2

Wiege oder Bettchen im Elternzimmer

Das Baby schläft in einer separaten Wiege oder einem Bettchen im selben Zimmer wie die Eltern. Eltern hören das Baby, Baby fühlt die Nähe durch Geräusche der Eltern. Entspricht den Sicherheitsempfehlungen.

Empfohlen Gesamte erste 12 Monate
Option 3

Eigenes Kinderzimmer

Ab einem gewissen Alter wechselt das Baby in ein eigenes Zimmer. Der Zeitpunkt ist individuell – Eltern und Kind schlafen oft tiefer und werden weniger von leichten Schlafgeräuschen des anderen gestört. Kind lernt eigenständig zu schlafen. Babyphone verwenden, damit ihr bei Bedarf sofort reagieren könnt.

Nicht vor 6 Monaten Wenn Baby stabil schläft und ihr euch bereit fühlt
Option 4

Elternbett (Cosleeping)

Viele Eltern schlafen mit ihrem Baby im Elternbett – aus praktischen Gründen, dem Wunsch nach Nähe oder weil das Baby anders nicht schläft. Cosleeping erhöht in Studien das SIDS-Risiko – aber es kommt sehr auf die Umstände an. Folgende Faktoren erhöhen das Risiko besonders:

SIDS-Risiko erhöht, wenn ...
  • Eltern geraucht haben (auch außerhalb des Schlafzimmers)
  • Eltern Alkohol getrunken haben oder schlafvertiefende Medikamente nehmen
  • Eltern sehr tief und fest schlafen
  • Baby unter 3 Monaten oder Frühgeborenes
  • Bett hat zu weiche Matratzen, Kissen oder Decken
Mit Vorsicht Informiert euch über sichereres Cosleeping oder sprecht mit eurem Kinderarzt
Option 5

Bodenbett / Montessori-Ansatz

Eine Matratze direkt auf dem Boden oder ein sehr niedriger Rahmen – basierend auf dem Montessori-Prinzip der Selbstständigkeit. Für junge Babys gelten dieselben SIDS-Präventions-Regeln (feste Matratze, keine weichen Materialien). Mehr dazu im Artikel über das Montessori-Bodenbett.

Geeignet Eher ab 12 Monaten, wenn das Kind mobil ist

Die optimale Schlafumgebung

Diese Grundprinzipien gelten unabhängig vom gewählten Schlafort:

Wann in ein eigenes Zimmer wechseln?

Es gibt keinen „richtigen" Zeitpunkt. Ihr müsst keine Entscheidung treffen, weil jemand sagt, dass ein Baby mit 4 Monaten „eigentlich" im eigenen Zimmer schlafen soll. Da das Schlafen im Elternzimmer vor dem Plötzlichen Säuglingstod schützt, sollte ein eigenes Kinderzimmer idealerweise nicht vor 6 Monaten genutzt werden. Orientiert euch an diesen Fragen:

Orientierungsfragen
  • Schläft euer Baby stabiler und wacht seltener auf?
  • Stört das gegenseitige Geräusch den Schlaf beider Seiten?
  • Fühlt ihr euch als Eltern bereit?
  • Hat euer Kind eine Schlafumgebung, in der es sich sicher fühlt?
Wenn ihr mehrere Fragen mit Ja beantworten könnt, könnte es ein guter Zeitpunkt sein.

Fazit

Die beste Entscheidung ist die, die zu eurer Familie passt. Kein Schlafkonzept ist per se besser als ein anderes – entscheidend sind Sicherheit und Wohlbefinden der ganzen Familie. Findet euren eigenen Weg und schaut nach euren Bedürfnissen.

Kinderschlaf verstehen – für die ganze Familie

Im Schlafkurs von deinkinderdoc lernst du alles über Schlafumgebung, Einschlafrituale und gesunde Schlafgewohnheiten – ohne Druck und ohne Schema F.

Zum Schlafkurs →

Häufige Fragen

Darf mein Baby im Sommer ohne Schlafsack schlafen?
Bei Temperaturen über 24 Grad reicht ein leichter Body zum Schlafen – kein Schlafsack nötig. Wichtig: Achtet darauf, dass euer Baby nicht überhitzt. Heiße Nacken, rote Wangen und Schweißbildung sind Zeichen von Überhitzung.
Wann kann mein Kind mit einem Kissen schlafen?
Ab dem 2. Lebensjahr ist ein flaches Kissen in der Regel sicher. Für Babys unter 12 Monaten: kein Kissen, da Erstickungsgefahr.
Schläft mein Baby besser im Dunkeln oder mit Nachtlicht?
Die meisten Babys schlafen besser in der Dunkelheit. Wenn euer Kind ein Nachtlicht braucht, wählt ein sehr schwaches, rotes oder warmweißes Licht – das hemmt die Melatonin-Produktion am wenigsten.
Mein 2-jähriges Kind will nur im Elternbett schlafen – wie entwöhnen?
Schrittweise: zuerst Matratze neben das Elternbett, dann ins eigene Zimmer mit Tür offen, dann mit Tür zu – immer mit liebevoller Begleitung und einem stabilen Einschlafritual. Keine Methode funktioniert über Nacht; plant 2–4 Wochen ein.
Quellenangaben
  1. BZgA (2023): SIDS-Prävention und sichere Schlafumgebung für Säuglinge. kindergesundheit-info.de
  2. DGSM: Sichere Schlafumgebung für Babys. dgsm.de
  3. AAP (2022): Safe Sleep Recommendations. Pediatrics, 150(1), e2022057990.
  4. Vennemann, M.M. et al. (2012): Bed sharing and the risk of sudden infant death syndrome. Journal of Pediatrics, 160(1), 44–48.
  5. Moon, R.Y. (2016): SIDS and other sleep-related infant deaths. Pediatrics, 138(5).

Weiterlesen

Kind schläft nur bei Mama ein – so klappt das Einschlafen mit Papa